Neue Anschrift ab 15. Juli 2016:
Zingel 20, 31134 Hildesheim


Kanzleiprofil: Kompetenz durch Spezialisierung

Nach § 1 Abs. 1 der Bundes­rechts­anwalts­ordnung (BRAO) ist der Rechts­anwalt der berufene unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechts­angelegenheiten. Ähnlich umfassend wird das Aufgaben­feld des Rechts­anwalts in § 3 der Berufs­ordnung für Rechts­anwälte (BORA) definiert.

Rechtsanwalt Benjamin Unger Eine Beratung und Vertretung in allen Rechts­gebieten, wie sie hier angedacht ist, dürfte in den seltensten Fällen dem Wunsch des jeweiligen Anwalts entsprechen. Angesichts der nach wie vor zunehmenden Komplexität der Materien ist es zudem kaum möglich, auf allen Rechts­gebieten über so viel Wissen zu verfügen, dass eine gleich qualifizierte Beratung in allen Bereichen gewährleistet ist, die Sie als Mandant erwarten dürfen.

Eine Spezialisierung und Konzentration der anwaltlichen Tätigkeit auf ein bestimmtes Rechts­gebiet, wie sie schon lange zu beobachten ist, erscheint daher nur folgerichtig und unabdingbar, um dem Anspruch der Rechts­suchenden auf eine kompetente Rechts­beratung im jeweiligen Lebens­bereich gerecht zu werden.

Nachdem sich bereits während meiner Ausbildung – namentlich bedingt durch eine selbstständig und erfolgreich durchgeführte Anfechtung meiner Abschlussnote im 1. jur. Staats­examen sowie durch eine Tätigkeit bei einem auf Prüfungs­recht spezialisierten Rechts­anwalt in Hamburg während meines Rechts­referendariats – ein ausgeprägtes Interesse für das Prüfungs­recht entwickelt hatte, lag es nahe, meine anwaltliche Tätigkeit zunächst auf dieses Rechts­gebiet zu beschränken.

Daher habe ich meine Kanzlei im April 2006 von vornherein mit dem Ziel gegründet, eine auf das Prüfungs­recht spezialisierte Kanzlei zu etablieren und in Verfolgung dessen meine anwaltliche Tätigkeit von Anfang an insbesondere auf dieses Rechts­gebiet ausgerichtet. Natürlich kommt man in der Gründungs­phase nicht umhin, auch Mandate zu bearbeiten, die nicht im eigentlichen Interessen­bereich liegen. Insbesondere durch konsequentes (Internet-) Marketing ist es mir aber gelungen, den Anteil der prüfungs­rechtlichen Mandate bereits innerhalb kurzer Zeit stetig zu erhöhen. Als ich im Februar 2010 meine Kanzlei aus privaten Gründen von Stade nach Hildesheim verlegt habe, machten prüfungs­rechtliche Mandate bereits einen Anteil von knapp 80 % am gesamten Mandats­volumen aus. Da dieser nach der Verlegung meines Kanzlei­sitzes noch weiter gestiegen ist und sich damit auf einem konstant hohen Niveau bewegt, darf ich mich nun schon seit längerer Zeit als Spezialist für Prüfungsrecht bezeichnen.

In engem Zusammenhang mit dem Prüfungs­recht steht das Beamten­recht, soweit dienstliche Beurteilungen eines Beamten (-anwärters) in die abschließende Prüfungs­entscheidung miteinfließen oder die Bewertung einer Prüfungs­leistung – wie etwa die Lehrprobe eines Lehramts­anwärters im Rahmen des 2. Staats­examens – einer dienstlichen Beurteilung ähnelt. Daher hat das Beamten­recht in meiner anwaltlichen Beratungs­praxis in diesem Zusammenhang und auch soweit die Recht­mäßigkeit einer dienstlichen Beurteilung losgelöst vom Prüfungs­recht etwa im Rahmen von Auswahl­entscheidungen bei Dienst­posten­besetzungen – Stichwort Konkurrenten­klage – eine Rolle spielt, zunehmend an Bedeutung gewonnen.

Beachtliche Schnitt­mengen mit dem Prüfungs­recht hat auch das Schulrecht, soweit etwa aufgrund der streit­gegenständlichen Leistungs­beurteilung dem Schüler der Zugang zur gewünschten Schule verweigert, dieser nicht in die nächste Jahrgangs­stufe versetzt oder der Schul­abschluss von ihm nicht erreicht, insbesondere die Abitur­prüfung nicht bestanden wird.

Wenn die Bewertung von Promotions- und Habilitations­leistungen in Streit steht, bestehen auch Überschneidungen mit dem Hochschul­recht (im engeren Sinne) und hier wiederum mit dem Beamten­recht, soweit etwa die Recht­mäßigkeit des Berufungs­verfahrens oder der Zwischen­evaluierung im Rahmen der Junior-Professur zur Diskussion steht.

Da dem Erwerb des berufs­qualifizierenden Abschlusses und ggf. weitergehender Qualifikationen ein längerer Ausbildungs- und Berufsweg vorausgeht, währenddessen eine Reihe von Prüfungen erfolgreich zu absolvieren ist, kommt es häufiger vor, dass ich Mandanten auf diesem Weg begleite, indem ich sie im Rahmen weiter Prüfungs­anfechtungen vertrete oder mit Rat und Tat in anderen prüfungs­rechtlichen Anliegen zur Seite stehe. Nicht selten treten ehemalige Mandanten aber auch an mich heran, die aufgrund der Nicht­zulassung zu einem Ausbildungs- bzw. Studien­abschnitt den Weg zu einer Prüfung bzw. diese selbst gar nicht erst antreten konnten. Angesprochen ist damit insbesondere die streit­gegenständliche Nicht­zulassung zu einem Hochschul­studium, so dass infolgedessen auch Studienplatz­klagen eine zunehmende Rolle im Rahmen meiner Tätigkeit spielen, wobei namentlich die Nicht­zulassung zum Master­studium von wachsender Bedeutung ist.

Soweit im erstinstanzlichen Verfahren vor dem Verwaltungs­gericht in einer Prüfungs- oder anderweitigen Sache kein Erfolg erzielt werden konnte, bedarf es regelmäßig der Stellung des Antrags auf Zulassung der Berufung, um eine weitere Überprüfung der streit­gegenständlichen Entscheidung vor dem Ober­verwaltungs­gericht erreichen zu können. Die Zulassungs­praxis der Ober­verwaltungs­gerichte ist sehr restriktiv. Hier kann nur bei solider Kenntnis des durch die Recht­sprechung des Bundes­verfassungs­gerichtes geprägten Berufs­zulassungs­antrags­rechts die Zulassung der Berufung erstritten werden. Bei verfassungs­widriger Zurück­weisung des Berufungs­zulassungs­antrags bleibt nur noch die Erhebung einer Verfassungs­beschwerde vor dem Bundes­verfassungs­gericht. Aufgrund entsprechender Tätigkeiten haben sich daher das Berufungs­zulassungs­antrags­recht sowie das Verfassungs- und Verwaltungs­prozessrecht als weitere Kompetenz­felder heraus­gebildet.

Grundsätzlich bin ich ausschließlich im Verwaltungs-, Verfassungs- und Verwaltungs­prozess­recht insbesondere in den genannten Gebieten und damit als Prozess- bzw. Verfahrens­bevollmächtigter vor den (Ober-) Verwaltungs­gerichten, den Finanz­gerichten, dem Bundes­verwaltungs­gericht, dem Bundes­finanz­hof sowie dem Bundes­verfassungs­gericht tätig. Vor den Land- und Ober­landes­gerichten vertrete ich Sie nur im Rahmen der Geltend­machung von Amt­shaftungs­ansprüchen aufgrund einer rechts­widrigen und erfolgreich angefochtenen Prüfungs­entscheidung.

Zusammengefasst ergeben sich damit folgende Kompetenzbereiche:

Der bereits zitierte § 3 BORA spricht in seinem Absatz 3 auch u. a. davon, dass es die Aufgabe des Rechts­anwalts sei, seine Mandanten vor Fehl­entscheidungen durch Behörden zu bewahren und gegen verfassungs­widrige Beeinträchtigung und staatliche Macht­überschreitung zu sichern.

In diesem Zusammenhang möchte ich darauf hinweisen, dass ich ausschließlich die Interessen von Prüflingen gegenüber dem jeweiligen Prüfungsamt im Rahmen des Widerspruchs- und des sich ggf. anschließenden verwaltungs­gerichtlichen Verfahrens vertrete. Da ich zu keinem Zeitpunkt Mandate von Prüfungs­behörden angenommen habe und auch zukünftig nicht annehmen werde, besteht die Gefahr eines Interessen­konfliktes von vornherein nicht und ist bei mir daher eine wirklich unabhängige Beratung und Vertretung gewährleistet.